Andy Roddick, selbst eine Legende, wenn es um kraftvolle Aufschläge geht, hat kürzlich in einem Podcast die zwei besten Aufschläge in der Tennisgeschichte benannt. Diese Einschätzung wirft ein neues Licht auf die Bedeutung der Schlagtechnik im Profi-Tennis und setzt damit Maßstäbe für Tennisspieler und Fans, die den perfekten Service bewundern. Trotz zahlreicher Rekorde und teils spektakulärer Schlagwechsel ist es vor allem der Aufschlag, der Spiele entscheidet und Mentalstärke verlangt – ein Faktor, den Roddick nicht nur an technischen Details, sondern auch an mentaler Härte misst.
In kurzer Zusammenfassung:
- 🔥 Andy Roddick nennt die Aufschläge von Ivo Karlovic und John Isner als die besten, die er jemals gesehen hat.
- 🏆 Beide Spieler nutzen ihre außergewöhnliche Körpergröße (7 Fuß), um mittels Kick-Serves Gegner fast unspielbar zu machen.
- ⚡ Roddick hebt hervor, wie schwierig es ist, diese Aufschläge zu returnieren, und vergleicht die Erfahrung mit einem fast blinden Treffer.
- 🕰️ John Isner ist zudem für das längste Match der Tennisgeschichte bekannt – eine Leistung, die seine physische und mentale Ausdauer untermauert.
Andy Roddicks Perspektive: Warum die Aufschläge von Karlovic und Isner Maßstäbe setzen
Wir erleben in der Tenniswelt 2026 eine Konkurrenz wie nie zuvor, doch wenn es um den Service geht, stechen die Aufschläge von Ivo Karlovic und John Isner noch immer heraus. Roddick, selbst ein ehemaliger Rekordhalter mit einem Aufschlag von 249 km/h, betont, dass es nicht nur um pure Kraft geht, sondern vor allem um die Schwierigkeit, diese Schläge zu lesen und zu retournieren.
Ein entscheidendes Element ist die Körpergröße von beiden Spielern, die mit etwa 7 Fuß (circa 2,13 Meter) jedem ihrer Aufschläge eine besondere Flugbahn und Unberechenbarkeit verleiht. Die sogenannten Kick-Services von Isner lassen Gegner oft ratlos und nahezu chancenlos zurück. Roddick beschreibt die Wirkung so, dass es sich anfühlt, «als würde man mit verbundenen Augen auf eine Piñata schlagen». Das spricht Bände über die mentale Herausforderung, die mit diesen besonderen Aufschlägen einhergeht.

Die Kombination aus Technik, Kraft und Mentalität: Was macht die besten Aufschläge im Tennis aus?
Der Aufschlag ist der einzige Schlag, bei dem der Spieler die volle Kontrolle über das Tempo des Spiels hat – und genau hier liegt der enorme Vorteil eines perfekt ausgeführten Services. Laut Roddick beherrschen Karlovic und Isner nicht nur eine beeindruckende Geschwindigkeit, sondern eine Kombination aus Schlagtechnik und psychologischem Druck, die sie nahezu unschlagbar macht.
Roddick erinnert sich an Momentaufnahmen, in denen Isners Aufschläge so effektiv waren, dass selbst erfahrene Profis Schwierigkeiten hatten, darauf zu reagieren. Die Variabilität – vom platzierten Flachaufschlag bis zum hochspringenden Kick – bringt Gegner in eine fast unmögliche Situation. Das fordert physische Vitalität ebenso wie geistige Wachsamkeit, was in der heutigen Tennisszene entscheidend ist.
Ein Beispiel, das dieses Talent eindrucksvoll illustriert, ist das berühmte Wimbledon-Match 2010 zwischen John Isner und Nicolas Mahut, das über 11 Stunden und 5 Minuten dauerte – eine Gründung dafür, wie Ausdauer mit Aufschlagsstärke kombiniert werden kann. Dieses Spiel ist zu einer Legende geworden, die den Höhepunkt von Isners Karriere markiert, neben seinem wesentlichen „Masters 1000“-Sieg in Miami 2018.
Warum Pete Sampras zwar ein großartiger Aufschläger war, aber nicht an die Giganten heranreicht
Roddick bringt auch einen Vergleich mit Pete Sampras ins Spiel, einen weiteren Giganten im Bereich Aufschläge. Sampras hatte eine herausragende Technik und konnte seine Aufschläge mit spektakulärer Präzision platzieren. Dennoch, so Roddick, sticht Isners Aufschlag durch die Höhe und schwer berechenbare Flugbahn heraus.
Die Kombination aus Größe, Schlagtechnik und mentaler Stärke macht den Unterschied. Für uns steht fest: Auch wenn Sampras einer der Besten war, können nur wenige mit der Kombination aus physischer Präsenz und psychologischer Dominanz von Karlovic und Isner mithalten – das spiegelt sich nicht nur in der Statistik, sondern auch in der Herausforderung wider, solche Aufschläge überhaupt zu returnieren.